
26. Juli 2011.- Der durchschnittliche Strompreis am Tagesmarktes während des ersten Halbjahrs 2011 betrug 46,68 €/MWh, und lag damit um 6,8 % über dem vorherigen Halbjahr und 55 % über dem Preis des ersten Halbjahrs 2010.
Der Mindeststundenpreis in diesem Halbjahr lag bei 0 €/MWh in 12 Stunden, wobei sich dieses Ergebnis auf den Monat Januar bezieht. Der Höchststundenpreis wurde ebenfalls im Januar gemessen, und zwar am 9. Januar zwischen 21:00 Uhr und 22:00, und betrug 91,01 €/MWh.
Verschiedene Faktoren beeinflussten den Anstieg des Strompreises am Großhandelsmarkt, darunter die Verringerung der aus Wasserkraft gewonnenen Energiemenge, die Verteuerung der Treibstoffpreise, die Stagnation der installierten Windkraftkapazität und die Verringerung der Produktion kombinierter Kreisläufe mit einem Nutzungsgrad auf historischem Tiefststand.
Verringerung der Energieproduktion aus Wasserkraft
Nach den historischen Höchstwerten der Energieproduktion aus Wasserkraft von 2010, die zum Preisabfall im Januar 2010 führten, wird im laufenden Jahr 2011 etwa 25 % weniger Strom in Wasserkraftanlagen produziert. Dadurch konnte der Preis stabil gehalten werden.
Verteuerung der fossilen Brennstoffe
Weitere Faktoren, die zum Anstieg des Strompreises im Verlauf dieses ersten Halbjahres 2011 beigetragen haben, waren die geopolitischen Konflikte, die sich Anfang des Jahres in Nordafrika ereigneten und einige der Hauptproduzentenländer von Gas und Öl betrafen. Durch diese Konflikte ergaben sich Liefereinschränkungen von Gas und Erdöl, und das führte zu einer Verteuerung dieser Brennstoffe an den internationalen Märkten.
Aussetzung beim Bau neuer Windparks
Gemäß der Nationalen Energiekomission wurde im ersten Quartal 2011 in Spanien kein einziges MW aus Windkraft installiert. Laut REE betrug die installierte Kapazität 145 MW. In jedem Fall zeigen diese Daten nach seit 2007 jährlich im Durchschnitt installierten 2.000 MW eine Stagnation der installierten Windkraftanlagen. Weil die Energiegewinnung durch Windkraft nicht steuerbar ist und durch fossile Brennstoffe ausgeglichen werden muss, ist die Windenergie ein Faktor, der dazu neigt, den Gesamtstrompreis am Markt zu drücken.
Verringerung in der Produktion kombinierter Kreisläufe
Seit dem Inkrafttreten der Steinkohleverordnung ist der Kapazitätsfaktor der Kohlekraftwerke angestiegen, was einen Nachteil bei der Nutzung kombinierter Kraftwerke, die zudem auch durch den Anstieg des Erdgaspreises betroffen waren, welcher sich durch die politische Instabilität in den Produktionsländern ergab.
Die Steinkohleverordnung
Das Inkrafttreten der Steinkohleverordnung aus nationaler Produktion im Februar, die die über die Menge der in den Kraftwerken zu verbrauchenden heimischen Kohle regelt, hat auch zu andere Auswirkungen auf den Strompreis am Großhandlsmarkt geführt. Die Festlegung des Ausgleichs der von diesen Heizkraftanlagen produzierten Energie hat dazu geführt, dass der Marktpreis sich auf den von den Kraftwerken mit einer größeren zugeordneten Produktionsmenge festgelegten Preis einpegelt. Tatsächlich hat die Produktion mit Kohle an 41 % der Stunden im Monat Juni den Grenzpreis markiert und damit die Wasserkraft ausgehebelt, die bis dahin meistens den Preis markierte.
Dadurch nivellierten sich die Preisunterschiede zwischen Betriebsstunden mit niedriger und hoher Auslastung. Dieser Effekt hat die Stromgewinnung mit von pumpenbetriebenen Wasserkraftwerken in Mitleidenschaft gezogen, die die Zeiten mit niedriger Auslastung nutzen, muss Strom anzukaufen und ihn zu Spitzenpreisen in den Zeiten hoher Auslastung wieder zu verkaufen. Die Stromerzeugung durch Pumpkraftwerke hat in diesem Halbjahr einen historischen Tiefststand erreicht.
Prognose für das zweite Halbjahr 2011
Das Ergebnis der Ausschreibung CESUR für das dritte Quartal 2011, das den Preis bestimmt, zu dem der Strom für die Verbraucher zu einem letztgültigen Tarif kauft, betrug 53,20 €/MWh für das Grunderzeugnis. Die Produkte der Futures-Märkte, die in den Monaten des zweiten Halbjahres gelten, liegen bei Preisen über 52 €/MWh. Die von AleaSoft durchgeführten Preisprognosen für den Tagessmarkt für Strom deuten an, der Monatsdurchschnitt zwischen 48 und 52 €/MWh liegen wird.
Über AleaSoft – http://www.aleasoft.com
AleaSoft wurde im Jahr 1999 vor dem Hintergrund der Liberalisierung der europäischen Energiemärkte gegründet und entwickelt eigene Technologien zur Entwicklung von Prognosemodellen für Energiemärkte, mit denen das Unternehmen Voraussagen zu Nachfrage- und Preisentwicklung erstellt.
Die von AleaSoft erarbeiteten Lösungen erfüllen sämtliche Ansprüche des Marktes in Bezug auf Präzision und Automatisierung und werden von zahlreichen Unternehmen am europäischen Energiemarkt genutzt, darunter Endesa, Iberdrola, Gas Natural Fenosa , E.ON España, E.ON Italia, BP, Shell, Electrabel Grupo Suez, Enel, EDF oder Slovenskè Elektrárne der Enel-Gruppe. Auch nationale Stromnetzbetreiber wie Statnett (Norwegen), REE (Spanien), Terna (Italien) und FEDA (Andorra) nutzen Lösungen von AleaSoft. Unternehmen und Investoren, im Wesentlichen aus dem Sektor für erneuerbare Energien, geben zur Entscheidungsfindung in Bezug auf Investitionen und Verkäufen maßgeschneiderte Prognoseberichte in Auftrag.
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